Mai
12
2009
13

Wie es dazu kam, dass Herrn Müller-Schmidts hintere Stoßstange fast den Asphalt küsste

Es war einmal … der lang erwartete und hier bisher unerwähnte ‘Müttertag’!

Vielleicht sollte ich zum Verständnis der geneigten Leserschaft erwähnen, dass ich leidenschaftlich gerne Mütter sammel und daher zwei an der Zahl habe und in dem Fall rede ich nicht von einer Mutter und einer Schwiegermutter, sondern von der Mutter, die mich auf die Welt gebracht hat und von der Mutter, die mir in der letzten vierzehn Jahren gesagt hat, wo es lang geht – egal, ob ich es wissen wollte oder nicht. Gib mir alles! »

Nov
24
2008
4

Niemals gelben Schnee essen, denn es ist sicher kein Zitroneneis!

Es schneit und der Wald sieht wie verzaubert aus. Nachdem ich jetzt schon knapp zwei Wochen hier in meiner eigenen kleinen Dachwohnung lebe, die direkt am Waldrand liegt, habe ich es endlich geschafft, eine schöne Runde für einen Waldspaziergang ausfindig zu machen. Die Hundefelle hatten, im wahrsten Sinne des Wortes, tierischen Spaß und ich habe es genossen, sie rennen und toben zu sehen, sowie ich den Wald, die Stille und den Schnee genossen habe. Jetzt werde ich mir die Kürbissuppe warm machen, welche mir die Frau Mama gestern abend vorbei gebracht hat und den Flocken noch ein wenig beim Tanzen zuschauen. Kurbissuppe an Schneetreiben – das ist ja wie ein symbolischer Abschied vom Herbst!

Okt
16
2008
3

Essen aus dem Wald

Schon wieder beim Gassi gehen etwas Tolles erlebt. Diesmal mit der Frau Mama dabei. Und diesmal waren es keine Tiere, sondern Pilze. Hallimasche um genau zu sein. Gefunden hat sie der b-Hund, der einen Hügel erklomm, sich dort mit der Langlaufleine um eine Busch wickelte und sich richtig verfing, als er wieder zurück wollte und dabei auch noch durch den Busch marschierte. Als ich den Tolpatsch befreien wollte, sah ich dann die vielen Pilze. Da fackelte die Frau Mama natürlich nicht lange. Ab zurück nach Hause, Korb und Messer geschnappt und eingesammelt die Dinger. Ungefähr vierzig Minuten später brutzelten zwei volle Pfannen mit wunderbar duftenden Waldpilzen, Zwiebeln und Estragon auf dem Herd. Das hat vielleicht geduftet und geschmeckt hat es noch viel besser!

Von dem bißchen, was noch übrig ist, werde ich gleich ein wenig wieder zurück in den Wald bringen. Ein kleines “Dankeschön” an die Natur und die Geister des Waldes, die mich heute mit so einem wunderbaren Essen beschenkt haben!

Okt
11
2008
0

Halbzehn

Samstags bei uns auf dem Dorf. Die Sonne scheint und die ersten Rasenmäher dröhnen. In der Küche klappert die Frau Mama mit allen ihr zu Verfügung stehenden Schüsseln und sonstigen Mitteln. Sie macht Kuchen, denn am Sonntag kommt Besuch. Der Herr Papa liegt noch im Bett, ich im Wohnzimmer auf der Matratze.

Wenn die Frau Mama uns noch etwas Schlaf gönnt, macht sie immer alle Türen zu. Die Tür zum Schlafzimmer, die Tür zum Wohnzimmer und auch die Tür zur Küche, in der sie sich dann möglichst leise bewegt. Hat die Frau Mama so wie heute allerdings beschlossen, dass wir genug geschlafen haben und sie nicht die einzige sein will, die sich im Haushalt nützlich macht, stehen sämtliche Türen auf und in der Küche wird gescheppert, was das Zeug hält. Die Rollos werden zwischendurch hochgerupft und gegen mögliche Lärmresistenz der sich noch in der Horizontalen befindlichen Anwesenden, wird immer wieder ins Zimmer gelaufen und zum Aufstehen angepfiffen. Da hilft es auch nicht viel, wenn man sich die Decke über den Kopf zieht. Irgendwann hat sie einen auf die Füße genervt. Gib mir alles! »

Sep
17
2008
3

Siebeneinhalb

Es gibt Dinge, die ändern sich nie. Zum Beispiel meckernde Mütter. Da kann man dreißig Jahre alt werden, behandelt wird man trotzdem sein ganzes Leben lang wie siebeneinhalb.
Glücklicherweise gibt es aber auch Dinge, die sich ändern. Schien die Mutter früher noch unfehlbar zu sein, frei nach dem Motto ‘Mama hat immer recht, auch wenn sie nicht recht hat!’, steigt man mit zunehmendem Alter irgendwann dahinter, dass das nicht so ist.

Da sitze ich so vor dem Fernseher, die Füße auf dem Wohnzimmertisch, um die Füße meine Hausschuhe, darunter ein weißes Sofakissen, denn man mag es ja gerne warm und bequem. Es dauert natürlich keine zwei Minuten, da kommt die Frau Mama und meckert, während sie mir den Hausschuh vom rechten Fuß zupft: “Musst Du mit den dreckigen Schuhen auf das helle Kissen!?!”

Das Ende vom Lied war dann natürlich ein verschmutztes Sofakissen. Schuld daran war allerdings die Frau Mama höchstselbst. Hat abends beim Fernsehen Schokolade verzehrt und diese in das Kissen geschmiert.

Hach ja, … das sind die schönen Momente des Älterwerdens. Mit siebeneinhalb wäre ich nämlich um diese Uhrzeit schon längst im Bett gewesen.

Dieses ganze Zeug hier hält seit dem 27. Juli 2008 die Menschheit in Atem. Das (c) liegt bei mir und das Theme hat er gezaubert.
Und wer es brauch', ein Impressum gibt es auch. Noch Fragen?