Aug
29
2010
4

Kontrastreich

Nun sind sie vorbei, die Sommerferien. Und der Sommer … auch irgendwie. Über das Ende der Ferien bin ich ziemlich glücklich, weil ich morgen wieder an meinen gewohnten Arbeitsplatz zurückkehren darf. Dass es sich allerdings jetzt schon wieder anfühlt, wie im Winter und die Wolldecke wieder einen festen Platz auf dem Sofa hat, während sich der Gedanke manifestiert, die Heizung anzustellen, finde ich ausserordentlich bescheiden. Ich mag den Winter. Ich mag Schnee und ich mag es, mich in eine Wolldecke zu wickeln, aber doch nicht jetzt schon. Deswegen trage ich auch noch konsequent kurze Hosen und laufe auf nackten Füßen durch die Wohnung. Interessiert das Wetter aber irgendwie überhaupt nicht. Die letzten Wochen waren eine Mischung aus hell und dunkel, auf und ab, vor und zurück, positiv und negativ. Irgendwie … schwer zu beschreiben. Kontrastreich eben … so wie das Wetter. Im Grunde bin ich mal wieder ein Stück gewachsen, an den Aufgaben, die mir gestellt wurden und an mir selbst. War schon irgendwie mal wieder alles gut so, wie es war. Geschadet hat es mir letztendlich nicht. Morgen ist wieder alles in geordneten Bahnen, wenn sich auch schon wieder interessante Neuerungen am Horizont abzeichnen, aber darüber mehr, wenn es soweit ist. Das Foto ist übrigens vom Flugplatzfest gestern, aber das hat, wie auch die restliche Kunstsommerwoche, unter dem regenreichen Wetter gelitten. Daher gibt es weiter auch nichts Nennenswertes zu berichten. Schade eigentlich. Und sonst? Und sonst ziehe ich mir jetzt eine lange Hose an, dicke Socken und vielleicht auch noch Handschuhe und Mütze, damit ich im Bett nicht so friere. Kapitulation nennt man das dann wohl.

Jun
25
2010
0

Tagesgedanken

Wenn ich mich mit dem Fahrrad zur Arbeit bewege, fahre ich immer an der Realschule vorbei. Heute hörte ich das Trillerpfeifengepfeife und Vuvuzelagetröte schon aus weiter Ferne. Nachdem an der Schule, an der ich zur Zeit arbeite, die Abiturienten am Mittwoch die Sau rauslassen durften, dürfen es heute die Zehnerklassen der Realschule und feiern feuchtfröhlich ihren Absch(l)uss. Mit feuchtfröhlich sind natürlich nicht nur die Wasserpistolen gemeint. Ich bin auch zur Realschule gegangen. Mein Abschluss war 1994. Wahnsinn, sechzehn Jahre ist das jetzt her. Ich kann mich noch relativ gut daran erinnern. Wir haben die Schule in eine Art Tempel verwandelt und unseren damaligen Direktor zum Oberguru erklärt, auf einen Thron gesetzt und mit Fächern bewedelt. Nachdem wir die Schule ordentlich auf den Kopf gestellt hatten, die gesammelte Lehrer- und Schülerschaft ausreichend unter uns gelitten hatte, wurden die Feierlichkeiten traditionell auf der örtlichen Schlossruine weiter geführt, um da irgendwann rotzevoll auf der Wiese zu liegen oder mit dem Kopf in irgendeinem Gebüsch zu enden. Wir fühlten uns ganz furchtbar erwachsen. Wenn ich mir heute die Schüler ansehe, die damals wir waren, merke ich, wie weit wir damals noch vom Erwachsenwerden entfernt waren und damit genau richtig lagen, auch wenn wir es nicht wussten. Wir haben das Leben problemlos auf die leichte Schulter genommen, machten uns alles einfach und sahen die Welt zu unseren Füßen liegen. Ehrlich gesagt, bin ich auch heute noch weit weg vom Erwachsenwerden, aber der Ernst des Lebens erinnert mich manchmal relativ unsanft daran, dass es nicht immer nur geradeaus geht wie früher, als man noch dachte Lebensmittel wachsen im Kühlschrank der Eltern. Und obwohl ich es eigentlich besser weiß, weil ich den Ernst des Lebens fast öfter gesehen habe als mein eigenes Spiegelbild und ihn deshalb meistens auch gar nicht mehr ernst nehme und auch weiß, dass man das Leben einfach nur leicht nehmen muss, um es schultern zu können und die Kurven zu kriegen – fühle ich mich momentan ganz leicht aus der Bahn geworfen, weil ich mit dieser einen Kurve gerade nicht wirklich gerechnet habe. Im Grunde weiß ich, dass mir nichts passieren kann, weil die Lebenserfahrung mich im Laufe der Zeit mit dem nötigen Vertrauen bestückt hat. Und ich weiß auch, dass hinterher alles wieder halb so schlimm gewesen sein wird, weil es einfach immer so war. Trotzdem meint mein Kopf, er müsse Gedankentetris spielen und nach Alternativen und Lösungen suchen. Doofer Kopf – will einfach mal wieder nicht auf den Bauch hören, obwohl der doch viel größer ist und es sowieso immer besser weiß.

Mai
23
2010
4

Balkonabend

Füße in den Himmel strecken • Bier trinken • Gespräche führen • Wolkentiere beobachten • sitzend Fortschritte machen • Musik hören • den Wald atmen • Segelfliegern winken • die Sonne verabschieden • mit den Vögeln fliegen • den Mond begrüßen • das Leben leben

Apr
18
2010
2

«Geh’ mit der Zeit, …

… aber komm von Zeit zu Zeit zurück.» Zur Zeit ist das so eine Sache mit der Zeit. Zwar ist es nicht so, dass ich überhaupt keine Gelegenheit habe, hier etwas zu schreiben, aber in den Momenten in denen ich theoretisch könnte, kann ich mich praktisch nicht dazu motivieren. Oder anders gesagt: Wenn ich mal Zeit habe, erhole ich mich lieber vom Keinezeithaben und liege halbtot irgendwo in der Ecke. Das reale Leben verlangt gerade eine Menge Aufmerksamkeit und da muss das virtuelle Leben zur Abwechslung mal wieder hinten anstehen. Kennen wir ja alle. Und ist ja auch richtig so. Schließlich sind wir nicht im Netz auf die Welt gekommen auch wenn es sich dort hin und wieder ganz nett leben lässt. Allerdings wird man im Netz nicht satt und deswegen gehe ich jetzt mal im realen Leben reale Nudeln essen, damit sich mein Energiebalken wieder füllt.

Apr
12
2010
5

Easterwalkenbunnyrevivaldoubleflashback

Oder so: Christopher Walken in einem ziemlich behämmerten Hasenkostüm, animiert zu einem ziemlich psychedelischen Gif, welches bei längerem Hinsehen einen ziemlich komischen Zustand hervorruft, in Erinnerung an ziemlich schräge Osterferien, in denen der Osterhase nicht nur bunte, sondern auch ziemlich faule Eier gelegt hat, aus denen das Leben ziemlichen Eiersalat produziert hat. Gib mir alles! »

Dieses ganze Zeug hier hält seit dem 27. Juli 2008 die Menschheit in Atem. Das (c) liegt bei mir und das Theme hat er gezaubert.
Und wer es brauch', ein Impressum gibt es auch. Noch Fragen?